Wildes Korsika: O.k. so richtig wild ist es eigentlich nicht mehr, einmal abgesehen von der atemberaubenden Natur, den wilden Hausschweinen und freilaufenden Kühen und den Graffitis der korsischen Unabhängigkeitsbewegung. Zweimal habe ich die Insel von der Ostküste bis zu Westküste zu Fuß überquert, 2007 auf dem 'Mare a Mare Nord' und dem 'Mare e Monti Nord' (blau) und 2008 auf dem 'Mare a Mare Centre' sowie dem 'Mare e Monti Sud'. Bei Male war ich begeistert von den tollen Ausblicken, dem morbiden Charme der Dörfer, der Freundlichkeit der Korsen, der deftigen korsischen Küche und den tollen Badestränden. Ideale Reisezeit ist das Frühjahr, der Spätsommer und der Frühherbst. In beiden Jahren habe ich meine Wanderungen Ende September / Anfang Oktober noch mit schönen Strand-Tagen ausklingen lassen können.
2007: Mare a Mare Nord (blau); 2008: Mare a Mare Centre (rot)
In Kürze mehr!
Dienstag, 4. November 2008
Montag, 3. November 2008
Der 'Mare a Mare Nord'
Sonntag, 2. November 2008
Der 'Mare a Mare Centre'
Samstag, 1. November 2008
Montag, 22. September 2008
Etappe 10: Porto Pollo - Olmeto
Am Morgen heißt es rechtzeitig aufstehen, denn schon am Mittag will ich den Bus von Olmeto nach Porto Vecchio nehmen. Diese letzte Etappe ist quasi nur der Weg zum Bus, aber immerhin 11,1 Kilometer lang.
Ziemlich öde und teilweise auch gefährlich führt der Weg nach dem östlichen Ortsausgang von Porto Pollo die Landstraße entlang um das riesige Wasserschutzgebiet im Mündungsgebiet des Taravo herum, bis der Weg über ein Piste wieder in die Berge führt.
Tipp: Wenn ich den Weg nochmal gehen würde, dann am Strand entlang bis kurz hinter der Mündung des Tavaro. Etwa in Höhe eines dort am Hang stehenden Genueser-Turms würde ich versuchen auf die Landstraße D 157 zu kommen. Der würde ich Richtung Nordosten folgen, bis sie nach gut einem Kilometer an einer Kreuzung nach rechts wieder auf den 'Mare e Monti Sud' führt. Aber Achtung: Ich habe gehört, die Bauern in dieser Gegend mögen Wanderer nicht so gerne.
Ab der Kreuzung mit der Schotterpiste führt der Weg stetig bergan, vom Meeresspiegelniveau bis auf 188 Meter an der 'Bocca di a Falcunja'. Von dort aus gibt es an klaren Tagen einen wunderbaren Blick über die Bucht von Propriano. Die Stadt Propriano ist gut zu sehen, während der Weg unspektakulär am Hang weiter bergauf führt bis auf 339 Meter.
Hinter der Kreuzung an einer Landstraße fängt der Weg langsam an schön zu werden. Er führt unterhalb des Monte Barbatu (516 m) durch einen grünen Tunnel. Die Aussicht ist zwar nicht weit her, der Wald dafür aber sehr schön. Am Weg entlang ziehen sich kilometerlange korsische Natursteinmauern. Kleine, hervorragende Treppen führen immer wieder auf bewirtschaftete Grundstücke mit Kastanien und Olivenbäumen.
Am Flüsschen Campaluba macht der Weg einen großen Bogen nach Süden, um wenig später wieder nach links abzuknicken. Jetzt gibt es schon wieder mehr Häuser. Hinter der (Ferien-)Siedlung Raja gibt es den ersten Blick auf Olmeto. Ab hier führt der Weg leicht bergab bis zum Ortseingang an einer engen, aber viel befahrenen Haarnadelkurve. Schön stehen die vielen historischen Häuser am Hang über einem großen Tal oberhalb der Bucht von Propriano.
Bis der Bus nach Porto Vecchio kommt, habe ich Zeit für eine Besichtigung des Ortes und einen Imbiss. Mittlerweile scheint die Sonne vom blauen Himmel, und es ist sehr heiß geworden. Immer wieder halten Touristenautos in dem Ort. Doch nicht alle Touristen gehen durch die teilweise steilen Gassen des Ortes, mit seinen malerischen, teilweise auch verfallenen Häusern. Auch im quirligen Olmeto zeigt sich der morbide Charme der Insel.
Um 17 Uhr geht dann mein Bus an der Haarnadelkurve. Eine Bushaltestelle ist hier nicht wirklich gekennzeichnet. Gut drei Stunden später erreiche ich Porto Vecchio an der Ostküste. Dort habe ich ein Hotel gebucht. Die Touristenhochburg gefällt mir nicht, ist mir zu rummelig. Ich fahre am nächsten Morgen (eher Vormittag) mit dem frühen Buss Richtung Bastia, wo ich am Nachmittag eintreffe.
An der Crocetta werde ich von dem Hotel abgeholt, das ich gebucht habe. Es liegt wieder nur einen Kilometer vom Airport entfernt. Am nächsten Morgen werde ich in strömendem Regen schon früh zum Flughafen gebracht. Bereits um 9 Uhr lande ich wieder in Köln.
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Ziemlich öde und teilweise auch gefährlich führt der Weg nach dem östlichen Ortsausgang von Porto Pollo die Landstraße entlang um das riesige Wasserschutzgebiet im Mündungsgebiet des Taravo herum, bis der Weg über ein Piste wieder in die Berge führt.
Tipp: Wenn ich den Weg nochmal gehen würde, dann am Strand entlang bis kurz hinter der Mündung des Tavaro. Etwa in Höhe eines dort am Hang stehenden Genueser-Turms würde ich versuchen auf die Landstraße D 157 zu kommen. Der würde ich Richtung Nordosten folgen, bis sie nach gut einem Kilometer an einer Kreuzung nach rechts wieder auf den 'Mare e Monti Sud' führt. Aber Achtung: Ich habe gehört, die Bauern in dieser Gegend mögen Wanderer nicht so gerne.
Ab der Kreuzung mit der Schotterpiste führt der Weg stetig bergan, vom Meeresspiegelniveau bis auf 188 Meter an der 'Bocca di a Falcunja'. Von dort aus gibt es an klaren Tagen einen wunderbaren Blick über die Bucht von Propriano. Die Stadt Propriano ist gut zu sehen, während der Weg unspektakulär am Hang weiter bergauf führt bis auf 339 Meter.
Um 17 Uhr geht dann mein Bus an der Haarnadelkurve. Eine Bushaltestelle ist hier nicht wirklich gekennzeichnet. Gut drei Stunden später erreiche ich Porto Vecchio an der Ostküste. Dort habe ich ein Hotel gebucht. Die Touristenhochburg gefällt mir nicht, ist mir zu rummelig. Ich fahre am nächsten Morgen (eher Vormittag) mit dem frühen Buss Richtung Bastia, wo ich am Nachmittag eintreffe.
An der Crocetta werde ich von dem Hotel abgeholt, das ich gebucht habe. Es liegt wieder nur einen Kilometer vom Airport entfernt. Am nächsten Morgen werde ich in strömendem Regen schon früh zum Flughafen gebracht. Bereits um 9 Uhr lande ich wieder in Köln.
Freitag, 19. September 2008
Etappe 09: Coti Chiavari - Porto Pollo
Heute heißt es absteigen zum Mittelmeer in den kleinen Hafenort Porto Pollo. Hier endet der 'Mare a Mare Centre'. Nach dem Frühstück im Hotel von Coti Chiavari führt der Weg zunächst weiter entlang der Dorfstraße. Kurz vor dem Ortsende gabelt sich die Straße.
Der Weg führt mich und eine deutsche Wanderin aus Köln mit Ultra-Leichtgepäck, die ich gestern Abend im Restaurant kennengelernt hatte, nach links den Berg hinauf. An einer Haarnadelkurve führt der Weg mit schönem Blick auf eine Piste in Richtung einer Bergkuppe über dem Meer.
Bevor der Weg auf diesen Hügel führt, heißt es nach links absteigen. Von oben sieht man schon die Bucht von Cupabia (Baie de Cupabia) mit ihrem wunderbaren Sandstrand. Unten am Fuß des Hanges kreuzt der Weg erneut die D 155, bis er nach einem weiteren Kilometer die Bucht am Plage de Cupabia erreicht. Um diese Jahreszeit ist hier nicht mehr viel los. Die Bar hat zwar noch geöffnet und in der Nähe ist ein Campingplatz.
Nach einem Sprung ins kühle Nass und einem Drink an der Bar steigen wir hinter der Bucht wieder bergauf in den Ort Serra-di-Ferro. Hier wollte meine neue Begleiterin eigentlich bleiben. da der Tag aber noch jung ist und die Feriensiedlung mit ihren Hotels nicht sehr schön, steigt sie mit mir hinab nach Porto Pollo.
Der Ort liegt in der nächsten Bucht und hat wunderbar langezogene Strände an seinem am südöstlichen Ende (Plage du Taravo, Foto). Ich habe mir ein Hotel in der Ortsmitte reserviert, meine Begleiterin findet eines am Strand im Ort. Am Westende des Ortes liegt der Yachthafen mit einem Luxushotel (Foto oben).
Während meine Begleiterin am kommenden Tag weiterzieht bleibe ich drei Nächte. Das ist meine Strand- und Badeeinlage. Am ersten Tag bringe ich die Wanderin aus Köln zum östlichen Ortsausgang und gehe dann selbst an die wunderbare Plage du Taravo. Dort relaxe und (sonnen-)bade ich den ganzen Tag. Eine Bar (mit Campingplatz) sorgt für Schatten und kühle Getränke. Es ist ruhig und beschaulich.
Am kommenden Tag beschließe ich, einen Ausflug zur 'Punta di Porto Pollo' zu machen. An deren Nordseite gibt es tolle Möglichkeiten zum Felsenbaden. Glasklares türkisfarbenes Wasser macht das kühle Nass an diesem heißen Tag zu einem besonderen Genuss. Wer schnorcheln möchte, findet hier ein wahres Paradies.
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Bevor der Weg auf diesen Hügel führt, heißt es nach links absteigen. Von oben sieht man schon die Bucht von Cupabia (Baie de Cupabia) mit ihrem wunderbaren Sandstrand. Unten am Fuß des Hanges kreuzt der Weg erneut die D 155, bis er nach einem weiteren Kilometer die Bucht am Plage de Cupabia erreicht. Um diese Jahreszeit ist hier nicht mehr viel los. Die Bar hat zwar noch geöffnet und in der Nähe ist ein Campingplatz.
Nach einem Sprung ins kühle Nass und einem Drink an der Bar steigen wir hinter der Bucht wieder bergauf in den Ort Serra-di-Ferro. Hier wollte meine neue Begleiterin eigentlich bleiben. da der Tag aber noch jung ist und die Feriensiedlung mit ihren Hotels nicht sehr schön, steigt sie mit mir hinab nach Porto Pollo.
Während meine Begleiterin am kommenden Tag weiterzieht bleibe ich drei Nächte. Das ist meine Strand- und Badeeinlage. Am ersten Tag bringe ich die Wanderin aus Köln zum östlichen Ortsausgang und gehe dann selbst an die wunderbare Plage du Taravo. Dort relaxe und (sonnen-)bade ich den ganzen Tag. Eine Bar (mit Campingplatz) sorgt für Schatten und kühle Getränke. Es ist ruhig und beschaulich.
Donnerstag, 18. September 2008
Etappe 08: Bisinao - Coti Chiavari
Die Arbeiter haben die noch nicht fertige Piste im früheren Pfadverlauf ordentlich durchgepflügt. Viele Wegmarkierungen fehlen, und ich bin mir immer wieder unsicher, ob ich überhaupt noch auf dem richtigen Weg bin. Am Ende geht es auf dieser Kraterpiste dann noch steil bergan, bis der Pfad endlich nach rechts weiter hinunter ins Tal abzweigt.
Unten, an einem Fluss unterhalb des Ortes Pietrosella, geht es um fast 100 Meter im Wald steil bergan, bis der Pfad auf eine Seitenstraße des Ortes führt. An der Hauptstraße angekommen, liegt rechter Hand die Kirche des Ortes mit ihrem massiven Glockenturm. Der Weg geht auf der Hauptstraße nach links weiter, bis er nach etwa 300 Metern nach rechts auf einem Pfad steil den Wald hinauf führt. Achtung: Diesen Abzweig kann man leicht verpassen.
Kilometerlang führt der Weg nun teilweise auf einem Kamm entlang, teilweise durch niedriges Gestrüpp, das den Blick versperrt aber Schatten spendet. Immer wieder liegen Höfe am Wegesrand, verlassen. An der Bocca die Gradello gibt es eine Einkehrmöglichkeit in einer Bar mit Restaurant, denn hier kreuzt die Landstraße D 355 den Weg.
Nach einer Erfrischung gehe ich in der Mittagshitze weiter über die Punta di a Chiappa Rossa und genieße immer wieder die wunderbare Aussicht aufs Meer. Der Weg scheint aber irgendwie kein Ende zu nehmen. Am Ortseingang von Coti Chiavari kommt er aus dichtem Wald auf die Dorfstraße. Auf 503 Metern Höhe ist man hier aber schon fast am Meer, Luftlinie knapp zwei Kilometer.
Mittwoch, 17. September 2008
Etappe 07: Col S George - Bisinao
Am Morgen wird es Zeit, diesen lauten Ort wieder zu verlassen. Zunächst führt der Weg auf einer Piste nur sachte bergan, bis er nach etwa einem Kilometer steil bergan bis hinauf auf eine Piste führt. Von dort gibt es erneut wunderbare Blicke auf die Mittelmeerküste bis nach Ajaccio.
Unten am Küstenstreifen des Golfe de Ajaccio sind malerische Buchten auszumachen. Der Wunsch, ins kühle, blaue, klare Nass zu springen, kommt auf. Der Weg führt auf gut 800 Metern Höhe auf einem Bergkamm entlang bis zur Punta Cozzaniccu (1059 m). Dort heißt es "Augen auf!", denn die Wegkreuzung des 'Mare a Mare Centre' mit dem 'Mare e Monti Sud' ist schnell verpasst, wenn man aus dieser Richtung kommt.
Ich bin jedenfalls glatt vorbei gelaufen und war somit schon auf dem 'Mare e Monti Sud' Richtung Porticcio. Nach gut einem halben Kilometer hab ich es gemerkt und bin dann den schönen Weg zurück gegangen. In diese Richtung ist die Wegkreuzung im übrigen viel besser zu erkennen. Bevor man den kurzen Abstieg nach Bisinao beginnt, empfehle ich eine Rast oben an der Kreuzung mit einem wunderbaren Blick ins Tal bis hinunter zum Mittelmeer des Golfe de Valinco.

Nach dem Abstieg geht es zunächst weg vom Wanderweg entlang der Landstraße nach Bisinao, ein schöner Ort inmitten grünen Waldes. Die beiden konkurrierenden Gîtes verfügen beide über einen Swimmingpool. Hier können müde Wanderer relaxed den Nachmittag verbringen. Ein Café mit Geschäft verkauft Proviant, ist aber recht teuer. Die Gîtes verfügen beide über Restaurants.
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Ich bin jedenfalls glatt vorbei gelaufen und war somit schon auf dem 'Mare e Monti Sud' Richtung Porticcio. Nach gut einem halben Kilometer hab ich es gemerkt und bin dann den schönen Weg zurück gegangen. In diese Richtung ist die Wegkreuzung im übrigen viel besser zu erkennen. Bevor man den kurzen Abstieg nach Bisinao beginnt, empfehle ich eine Rast oben an der Kreuzung mit einem wunderbaren Blick ins Tal bis hinunter zum Mittelmeer des Golfe de Valinco.
Nach dem Abstieg geht es zunächst weg vom Wanderweg entlang der Landstraße nach Bisinao, ein schöner Ort inmitten grünen Waldes. Die beiden konkurrierenden Gîtes verfügen beide über einen Swimmingpool. Hier können müde Wanderer relaxed den Nachmittag verbringen. Ein Café mit Geschäft verkauft Proviant, ist aber recht teuer. Die Gîtes verfügen beide über Restaurants.
Dienstag, 16. September 2008
Etappe 06: Quaquara - Col S George
Schon am Vortag lag die felsige Bergspitze der Punta d'Urghiavari im Blickfeld, schon seit Frasseto konnte man nachvollziehen wo der Weg des kommenden, also des heutigen Tages lang führen würde, nämlich direkt unterhalb der Felskuppe, bis hinauf auf 1.159 Meter.

Doch zunächst führt der Weg die steilen Hänge von Quaquara hinauf, zunächst im Ort, dann durch erneut dichten grünen Wald. Je höher der Weg führt, umso lichter wird er, und Farne prägen bald das Bild. Die erste schöne Aussicht kommt an der Bocca die Foce, direkt unterhalb des felsigen Massivs. Von dort geht der Blick weit ins Land, über grüne Wälder hinweg zu den Bergspitzen des nördlichen Mare a Mare, vorausgesetzt die Sicht spielt mit.
Die Ruhe hier oben ist unglaublich. Lediglich ein paar Vögel und die Glocken einer Leitziege stimmen in den leisen Windzug ein. Es ist wunderbar! Während ich dem Pfad unterhalb der Punta d'Urghiavari folge klettert die Ziegenherde den Berg hinunter und folgt mir.
Nachdem der Fels umwandert ist, hat mich die gut 20 Tiere umfassende Herde eingeholt. Erneut wird ein wunderbarer weiter Blick frei bis nach Ajaccio am Mittelmeer, der Geburtsstadt Napoleons, die ich bereits vom vergangenen Jahr her kenne. Hier mache ich Pause und genieße die Aussicht. Mittlerweile hat mich auch die Gruppe junger Deutscher eingeholt.
Danach geht es sukzessive bergab, einen Bergkamm entlang durch den rechts und links liegenden Foret Dominale de Santa Maria-Siche. Leider weichen die Ziegen nicht von meiner Seite. Ich fühle mich wie ein Ziegenhirte, teilweise stolpere ich über die Tiere und muss sie mit Pfiffen vorantreiben, damit ich weiterkomme. Nach einem schnellen steilen Abstieg um rund 200 Meter geht es dann nochmal wieder etwa 150 Meter bergauf bis der Weg dann steil durch einen Wald hinunter in ein offenes Tal führt. Kurz zuvor waren "meine" Ziegen durch einen Zaun mit Pforte ausgebremst worden.
Nach dem Abstieg geht der Weg auf pistenmäßigen Wegen wieder durch den Wald, bis er nach Umrundung eines Hügels Col S George erreicht. Hier ist es laut und staubig, denn die Passstraße RN 196 führt durch die Ansammlung einzelner Häuser, Dorf kann man das nicht nennen. Col S George ist jedoch mit einer Bar, einem recht guten Restaurant mit Hotel und der dazugehörigen Gîte Anziehungspunkt von Durchreisenden und Wanderen. Nach den Tagen der Ruhe in den Bergen ist es mir hier entschieden zu unruhig. Die Gîte wird von den Besitzern des Hotels scheinbar nebenbei geführt. Am Abend esse ich in dem recht guten Restaurant mein bestelltes Gîte-Menu und fühle mich inmitten schick gekleiderter Besucher des Restaurants sehr deplaziert. Lustig dagegen wird der Abend in der Bar, erneut mit den jungen Deutschen und einigen Einheimischen. Auch dieses Mal schlafe ich danach weinselig als einziger Gast in der geräumigen Gîte.
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Die Ruhe hier oben ist unglaublich. Lediglich ein paar Vögel und die Glocken einer Leitziege stimmen in den leisen Windzug ein. Es ist wunderbar! Während ich dem Pfad unterhalb der Punta d'Urghiavari folge klettert die Ziegenherde den Berg hinunter und folgt mir.
Danach geht es sukzessive bergab, einen Bergkamm entlang durch den rechts und links liegenden Foret Dominale de Santa Maria-Siche. Leider weichen die Ziegen nicht von meiner Seite. Ich fühle mich wie ein Ziegenhirte, teilweise stolpere ich über die Tiere und muss sie mit Pfiffen vorantreiben, damit ich weiterkomme. Nach einem schnellen steilen Abstieg um rund 200 Meter geht es dann nochmal wieder etwa 150 Meter bergauf bis der Weg dann steil durch einen Wald hinunter in ein offenes Tal führt. Kurz zuvor waren "meine" Ziegen durch einen Zaun mit Pforte ausgebremst worden.
Nach dem Abstieg geht der Weg auf pistenmäßigen Wegen wieder durch den Wald, bis er nach Umrundung eines Hügels Col S George erreicht. Hier ist es laut und staubig, denn die Passstraße RN 196 führt durch die Ansammlung einzelner Häuser, Dorf kann man das nicht nennen. Col S George ist jedoch mit einer Bar, einem recht guten Restaurant mit Hotel und der dazugehörigen Gîte Anziehungspunkt von Durchreisenden und Wanderen. Nach den Tagen der Ruhe in den Bergen ist es mir hier entschieden zu unruhig. Die Gîte wird von den Besitzern des Hotels scheinbar nebenbei geführt. Am Abend esse ich in dem recht guten Restaurant mein bestelltes Gîte-Menu und fühle mich inmitten schick gekleiderter Besucher des Restaurants sehr deplaziert. Lustig dagegen wird der Abend in der Bar, erneut mit den jungen Deutschen und einigen Einheimischen. Auch dieses Mal schlafe ich danach weinselig als einziger Gast in der geräumigen Gîte.
Montag, 15. September 2008
Etappe 05: Guitera - Quasquara
Nach dem schönen Abend in der urigen Hütte, mit viel gutem korsischen Wein und korsischem Essen, ging es trotzdem am nächsten Morgen früh los, zunächst ein Stück des Weges zurück durch den Ort. An einem Brunnen kurz vor dem Ortsausgang, gibt es noch einmal die Gelegenheit, die Wasserreserven aufzufüllen.

Danach folgt ein längerer Aufstieg durch grünen Urwald, hinauf zur Bocca di Lara. Der Weg führt dort durch um diese Jahreszeit braun vergilbte Farnfelder. Unter einem schattigen Baum auf der Anhöhe mache ich Rast. Danach geht es direkt bergab nach Frasseto. Dort gibt der Wald wieder eine weite Sicht auf die die Punta d'Urghiavari und die Punta Usciolu frei. An diesem Hang entlang wird die nächste Etappe führen.
Doch ersteinmal muss ich durch Frasseto, einen Ort, der sich scheinbar unendlich an einer kurvigen Landstraße entlangzieht, bis es hinter den letzten Häusern wieder steil bergan geht. Achtung: Die Fortsetzung des Weges ist nur schwer zu erkennen und führt nach Rechts durch eine Hecke in den Wald hinein.
Oben auf der Anhöhe angekommen, führt der Weg auf einen alten Friedhof mit vielen alten Kastanien und einer kleinen Kapelle. Von dort sieht man schon das in einem grünen Tal gelegene Quasquara. Die Gîte d'étape ist ein ungewöhnlicher Bau aus Beton, der aus der üblichen Architektur herausragt, auch weil er viel höher ist als die kleinen Häuser mit den roten Dächern.
Als ich die Gîte erreiche, ist niemand da. Ich hatte vorher erfahren, dass es einen Besitzerwechsel gegeben hat. Ich konnte telefonisch niemanden erreichen,trotz des großen Schildes an der Straße, das alle nötigen Angaben hatte. Allerdings ist die geräumige Gîte offen und so kann ich mir schon einmal ein Bett aussuchen. Die jungen Deutschen, die mich auf dem Weg hierher überholt hatten, sind auch schon da und diskutieren, wo im Garten der Gîte sie ihre Zelte aufschlagen wollen. Ein Bauarbeiter kommt und erzählt, dass die Wirtin am Abend aus der Stadt käme.
Das tut sie dann auch und kocht ein leckeres Essen. Die Aussicht vor der Gîte ist bei Sonnenuntergang grandios, denn die taucht den grünen dichten Wald in ein ungewöhnliches Licht. Die Nacht in der komplett leeren Gîte ist dagegen etwas gewöhnungsbedürftig.
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Danach folgt ein längerer Aufstieg durch grünen Urwald, hinauf zur Bocca di Lara. Der Weg führt dort durch um diese Jahreszeit braun vergilbte Farnfelder. Unter einem schattigen Baum auf der Anhöhe mache ich Rast. Danach geht es direkt bergab nach Frasseto. Dort gibt der Wald wieder eine weite Sicht auf die die Punta d'Urghiavari und die Punta Usciolu frei. An diesem Hang entlang wird die nächste Etappe führen.
Doch ersteinmal muss ich durch Frasseto, einen Ort, der sich scheinbar unendlich an einer kurvigen Landstraße entlangzieht, bis es hinter den letzten Häusern wieder steil bergan geht. Achtung: Die Fortsetzung des Weges ist nur schwer zu erkennen und führt nach Rechts durch eine Hecke in den Wald hinein.
Als ich die Gîte erreiche, ist niemand da. Ich hatte vorher erfahren, dass es einen Besitzerwechsel gegeben hat. Ich konnte telefonisch niemanden erreichen,trotz des großen Schildes an der Straße, das alle nötigen Angaben hatte. Allerdings ist die geräumige Gîte offen und so kann ich mir schon einmal ein Bett aussuchen. Die jungen Deutschen, die mich auf dem Weg hierher überholt hatten, sind auch schon da und diskutieren, wo im Garten der Gîte sie ihre Zelte aufschlagen wollen. Ein Bauarbeiter kommt und erzählt, dass die Wirtin am Abend aus der Stadt käme.
Das tut sie dann auch und kocht ein leckeres Essen. Die Aussicht vor der Gîte ist bei Sonnenuntergang grandios, denn die taucht den grünen dichten Wald in ein ungewöhnliches Licht. Die Nacht in der komplett leeren Gîte ist dagegen etwas gewöhnungsbedürftig.
Sonntag, 14. September 2008
Etappe 04: Cozzano - Guitera
Die ganze Nacht hindurch hat es geregnet. Auch während des Frühstücks in der Gîte, in der auch mehrere Tagestouristen übernachtet haben, regnet es weiter. Nachdem ich meinen Rucksack gepackt und geschnürt habe scheint sich das Wetter zu besseren. Während die Gruppe junger Deutscher ihre nassen Sachen vor ihren Zelten zum Trocken aufhängen, ziehe ich los.
Die Wetterbesserung hält jedoch nur bis kurz nach dem Ortsausgang, wodurch ich immerhin eine Vorstellung davon bekomme, wie schön Cozzano bei Sonnenschein sein kann. Bis zum Fluss Faravo geht es zwischen Gartenparzellen hindurch bis zu einer Brücke über den Fluss. Kurz nach der Brücke zweigt der Weg links von der Straße ab und führt wenig später gut 200 Höhenmeter durch dichtes Unterholz hinauf nach Sampolo.
Mittlerweile regnet es heftiger und ich entscheide mich für eine Rast in der kleine Ortskneipe am Wegesrand. Der örtliche Kneipier ist einigermaßen verwundert, als ich vor seiner Bar stehe und einen Kaffee verlange. Nach dem richtig schlechten Heißgetränk hört es glücklicherweise wieder auf zu regnen, sodass ich weiterziehen kann.
Wegen des schlechten Wetters spare ich mir allerdings einen Abstecher auf dem Wanderpfad hinunter ins Tal sondern gehe lieber auch gleicher Höhenlinie entlang der ruhigen Landstraße bis nach Tasso (siehe Bild im Seitenkopf). Hier sehe ich auch die Gîte d'étape, die ich schon von Deutschland aus vergeblich versucht habe zu erreichen. Sie hat geschlossen, ob für immer ist, nicht ganz klar. Ich habe deswegen auch von dem Wirt der Gîte in Cozzano ein Bett in der Gîte von Guitera-les-Bains reservieren lassen.
Von Tasso aus geht es zunächst entlang einer Art Piste, vorbei an allerlei eingezäunten Parzellen, mit reichlich Unrat in der Landschaft. Nach etwa zwei Kilometern führt der Pfad dann aber durch einen geradezu märchenhaften Wald mit moosbewachsenen Mauern und korsischen Ruinen. Lianen hängen vom dichten Blätterdach dieses sehr verwunschenen Waldes.
Nach dem Anstieg durch diesen Wald, kommt weiter oben beim Blick zurück wieder Cozzano ins Blickfeld, das auf der anderen Seite des weiten Tales durch das dichte Grün schimmert. Danach folgt der Abstieg nach Guitera. Als ich die Gîte mit ihrem Restaurant erreiche, bin ich hoch erfreut. Es sollte die beste Gîte der gesamten Tour werden.
Das Natursteinhaus mit seiner überwucherten Außenterasse ist nicht nur von außen sondern auch von innen ein Traum. Das Restaurant bietet korsische Küche vom Feinsten und serviert einen guten Hauswein, mehr als man von einer Gîte erwarten kann. Viele interessante Bücher in den Regalen des Restaurants laden zum Schmökern ein. Später kommt noch die Gruppe junger Deutscher dazu, die ich schon in Cozzano getroffen habe. Es wird ein lustiger Abend im Gemeinschaftsraum der Herberge.
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Die Wetterbesserung hält jedoch nur bis kurz nach dem Ortsausgang, wodurch ich immerhin eine Vorstellung davon bekomme, wie schön Cozzano bei Sonnenschein sein kann. Bis zum Fluss Faravo geht es zwischen Gartenparzellen hindurch bis zu einer Brücke über den Fluss. Kurz nach der Brücke zweigt der Weg links von der Straße ab und führt wenig später gut 200 Höhenmeter durch dichtes Unterholz hinauf nach Sampolo.
Mittlerweile regnet es heftiger und ich entscheide mich für eine Rast in der kleine Ortskneipe am Wegesrand. Der örtliche Kneipier ist einigermaßen verwundert, als ich vor seiner Bar stehe und einen Kaffee verlange. Nach dem richtig schlechten Heißgetränk hört es glücklicherweise wieder auf zu regnen, sodass ich weiterziehen kann.
Nach dem Anstieg durch diesen Wald, kommt weiter oben beim Blick zurück wieder Cozzano ins Blickfeld, das auf der anderen Seite des weiten Tales durch das dichte Grün schimmert. Danach folgt der Abstieg nach Guitera. Als ich die Gîte mit ihrem Restaurant erreiche, bin ich hoch erfreut. Es sollte die beste Gîte der gesamten Tour werden.
Das Natursteinhaus mit seiner überwucherten Außenterasse ist nicht nur von außen sondern auch von innen ein Traum. Das Restaurant bietet korsische Küche vom Feinsten und serviert einen guten Hauswein, mehr als man von einer Gîte erwarten kann. Viele interessante Bücher in den Regalen des Restaurants laden zum Schmökern ein. Später kommt noch die Gruppe junger Deutscher dazu, die ich schon in Cozzano getroffen habe. Es wird ein lustiger Abend im Gemeinschaftsraum der Herberge.Samstag, 13. September 2008
Etappe 03: Catastghju - Cozzano
Große blaue Löcher zeigen sich nun am Himmel und ich verlasse Catastaghju voller Zuversicht auf eine gute Aussicht. Ich finde schnell einen guten Rhythmus für den doch recht steilen Anstieg. Immer wieder bekomme ich tolle Aussichten geboten und auch ein Wasserfall ist dabei. Erst als ich die Bergerie de la Scanciatella erreiche, die nur noch eine Ruine ist, ziehen wieder dunkle Wolken auf.
Früher als vermutet erreiche ich den Pass an der Bocca di Laparo. Das Wetter hat sich mittlerweile wieder verschlechtert, dass es nichts wird mit der tollen Aussicht. Vielmehr zieht heftiger Wind an der Wegkreuzung zum GR20 auf und ich suche den Windschatten hinter einen Felsen auf um eine Rast nach dem aufstieg zu machen. Schade, denke ich, die Aussicht wäre sicher wunderbar gewesen, hier auf 1.535 Metern Höhe. Möglicherweise hätte ich nach Westen und Osten sogar das Meer sehen können.
Der scheinbar unendliche Weg durch den dichten Wald. Kurz vor Cozzano wird eine Abkürzung zur Gîte d'étape gezeigt, der ich nach einem Blick auf die Karte jedoch nicht traue. Ich hätte das ruhig tun können, stelle ich später fest. Also gehe ich den regulären längeren Weg.
Freitag, 12. September 2008
Etappe 02: Ornasu-Serra-di-Fiumorbu - Catastghju
Ich hatte eine eher unruhige Nacht, den in der Gîte nächtigte eine größere Gruppe aus Ornasu. Di brauchten etwas länger zum starten, sodass ich nach dem Frühstück mit einem guten Vorsprung aufbrechen konnte.

Es war wieder schwül, als ich kurz hinter dem Ortsausgang auf einem Bergkamm, zwischen locker stehenden Korkeichen hindurch, entlang einem aussichtsreichen Tal gehe. Mit entsprechender Kartenkenntniss kann auf der gegenüberliegenden Seite der Pass und die Kreuzung mit dem GR20 gesehen werden, die ich jedoch erst Morgen passieren soll. Derweil erinnern die Hänge entlang des Bergkamms, den ich heute entlang gehe, ein wenig an die Toskana, obwohl ich dort noch nie gewesen bin.
Als ich nach etwa zwei Stunden fast am höchsten Punkt (995 Meter) der heutigen Etappe ankomme, bin ich total durchgeschwitzt. Ich ruhe mich zunächst im Schatten einer Gruppe Korkeichen aus, bevor ich auf geschwungenen Pfaden durch den Wald wieder hinab Richtung Catastaghju steige. Fast unten im Tal, wo der L'Abatescu durch den teils dichten Wald fließt, kommt die Gîte d'étape in den Blick. Doch der Pfad führt noch gut 150 Meter flussauwärts bis eine Brücke kommt, die auf die andere Seite führt. Von der Brücke aus sieht man die vielen Gumpen des Flusses, die nicht zuletzt wegen der großen Schwüle zum Baden einladen.
Doch zunächst geht es noch einen kleinen Hang hinauf zur Straße, an der die Gîte liegt, ein etwas merkwürdiger Bau, bei dem man sich fragt, welche Bestimmung er wohl früher einmal hatte. Catastaghju selbst liegt am Ende einer Straße und wirkt wie ausgestorben, abgesehen von ein paar Häusern und einem von Ziegen bevölkerten Fußballplatz.
Ich genieße am Abend die Ruhe und das Bad in den Gumpen des L'Abatescu. Das Essen von Mme Paoli ist toll, obwohl mir nicht so ganz klar ist, ob das Essen auch so wäre, wenn die Wandergruppe aus Monaco nicht da wäre, die ich bereits gestern Abend in Ornasu kennengelernt hatte. Gemeinsam erleben wir beim Essen, wie sich eine Fledermaus in unseren hell erleuchteten Speiseraum verirrt und nur unter Schwierigkeiten zum Wegflattern bewogen werden kann.
Am Abend ziehen Gewitter auf und die Wetterprognose des Radios lässt für Morgen nichts Gutes erwarten.
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Es war wieder schwül, als ich kurz hinter dem Ortsausgang auf einem Bergkamm, zwischen locker stehenden Korkeichen hindurch, entlang einem aussichtsreichen Tal gehe. Mit entsprechender Kartenkenntniss kann auf der gegenüberliegenden Seite der Pass und die Kreuzung mit dem GR20 gesehen werden, die ich jedoch erst Morgen passieren soll. Derweil erinnern die Hänge entlang des Bergkamms, den ich heute entlang gehe, ein wenig an die Toskana, obwohl ich dort noch nie gewesen bin.
Ich genieße am Abend die Ruhe und das Bad in den Gumpen des L'Abatescu. Das Essen von Mme Paoli ist toll, obwohl mir nicht so ganz klar ist, ob das Essen auch so wäre, wenn die Wandergruppe aus Monaco nicht da wäre, die ich bereits gestern Abend in Ornasu kennengelernt hatte. Gemeinsam erleben wir beim Essen, wie sich eine Fledermaus in unseren hell erleuchteten Speiseraum verirrt und nur unter Schwierigkeiten zum Wegflattern bewogen werden kann.
Am Abend ziehen Gewitter auf und die Wetterprognose des Radios lässt für Morgen nichts Gutes erwarten.
Donnerstag, 11. September 2008
Etappe 01: Ghisonaccia - L'Abatescu - Ornasu-Serra-di-Fiumorbu
Nach gut durchschlafener Nacht hatte ich noch Zeit zu einem ausgiebigen Frühstück. Um 10.25 Uhr musste ich den Bus Richtung Porto Vecchio wieder an der Haltestelle besteigen, an der ich ihn vor gut 24 Stunden verlassen hatte. Nur fünf Minuten später konnte ich an der Haltestelle der Brücke über den L'Abatescu schon wieder aussteigen.
Nachdem ich meinen Rucksack geschnürt hatte, führte der Weg erst durch das flache Tal. Nach einer knappen Stunde erreichte ich vorbei an mehreren Gehöften das Dorf Girbarella mit seiner salzigen Quelle. Steine unter einem Baum laden zur schattigen Rast ein, bevor es danach durch einen Korkwald hinauf Richtung Ornasu geht. Es war schwül an diesem Vormittag, sodass ich völlig durchgeschwitzt gegen 14.30 Uhr die Gîte in Ornasu-Serra-di-Fiumorbu erreichte.
Von der Terrasse der Gîte gibt es eine herrliche Aussicht über das Tal. An einem Hang liegt malerisch der örtliche Friedhof. Wer früh in Ornasu ankommt, kann eigentlich noch bis Quasquara weitergehen, ich will es aber am ersten Tag nicht gleich übertreiben. Außerdem ziehen Gewitter auf.
<<< die Anreise | zu Etappe 02 >>>
Nachdem ich meinen Rucksack geschnürt hatte, führte der Weg erst durch das flache Tal. Nach einer knappen Stunde erreichte ich vorbei an mehreren Gehöften das Dorf Girbarella mit seiner salzigen Quelle. Steine unter einem Baum laden zur schattigen Rast ein, bevor es danach durch einen Korkwald hinauf Richtung Ornasu geht. Es war schwül an diesem Vormittag, sodass ich völlig durchgeschwitzt gegen 14.30 Uhr die Gîte in Ornasu-Serra-di-Fiumorbu erreichte.
Mittwoch, 10. September 2008
Anreise: Köln - Bastia - Ghisonaccia
Der Flug mit Germanwings ging wie schon im vergangenen Jahr sehr früh (5.10 Uhr), so dass ich bereits um 7 Uhr in Bastia landete. Wie schon 2007 dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis ich meinen Rucksack endlich in der Hand hielt.
Ich machte mich dann sofort auf den drei Kilometer langen Weg zur Nationalstraße 192. Im Ort Poretta-Crocetta fährt dort gegen 8.50 Uhr der Bus, den ich ohne Mühe erreichte, denn er verspätete sich eine gute halbe Stunde. Aber auch ohne Verspätung ist das gut zu schaffen und allemal besser, als mit dem Flughafenbus erst 20 Kilometer in die entgegen gesetzte Richtung nach Bastia zu fahren, um dort erst einen Bus am Nachmittag zu bekommen.
Während der Busfahrt hatte ich besonders bei Moriani Plage viele Déja-vu's und die Vorfreude stieg. Nach nur eineinhalb Stunden war ich am vorläufigen Ziel, Ghisonaccia. Der kleine staubige Durchgangsort, liegt leider gut fünf Kilometer von der Küste entfernt, sodass ich zunächst noch ein paar Besorgungen in dem großen Supermarkt an der Hauptstraße machte und dann erstmal ne Runde im Hotel schlief. Am Abend hatte ich eine gute Auswahl an Restaurants.
<<< die Unterkünfte | zu Etappe 01 >>>
Ich machte mich dann sofort auf den drei Kilometer langen Weg zur Nationalstraße 192. Im Ort Poretta-Crocetta fährt dort gegen 8.50 Uhr der Bus, den ich ohne Mühe erreichte, denn er verspätete sich eine gute halbe Stunde. Aber auch ohne Verspätung ist das gut zu schaffen und allemal besser, als mit dem Flughafenbus erst 20 Kilometer in die entgegen gesetzte Richtung nach Bastia zu fahren, um dort erst einen Bus am Nachmittag zu bekommen.
Während der Busfahrt hatte ich besonders bei Moriani Plage viele Déja-vu's und die Vorfreude stieg. Nach nur eineinhalb Stunden war ich am vorläufigen Ziel, Ghisonaccia. Der kleine staubige Durchgangsort, liegt leider gut fünf Kilometer von der Küste entfernt, sodass ich zunächst noch ein paar Besorgungen in dem großen Supermarkt an der Hauptstraße machte und dann erstmal ne Runde im Hotel schlief. Am Abend hatte ich eine gute Auswahl an Restaurants.
Mittwoch, 3. September 2008
Die Unterkünfte: Gîtes d'étapes
Hier habe ich übernachtet (Stand August 2008):
- Ghisonaccia: Hotel "Hotel Franchessini", Av du 9 Septembre
- Serra di Fium Orbu: Gîtes d'étape, Mme Giudicelli, 00 33 495 56 75 48, 00 33 681 046949
- Catastaghju: Gîtes d'étape, Mme Paoli, 00 33 495 56 70 14, 00 33 679 74 81 58
- Cozzano: Gîtes d'étape, M. Pantalacci, 00 33 495 24 41 59
- Guitera-les-Bains: Gîtes "Chez Paul Antoine", 00 33 495 24 44 40, 00 33 684 22 40 47 (sehr gutes Restaurant!, gemütliche Herberge)
- Quasquara: Gîtes d'étape, Mme ? (nicht bei Mme Yvars klingeln!), 00 33 685 18 51 16, 00 33 615 02 03 67
- Col S George: Gîtes d'étape / Hotel, Mme Renucci, 00 33 495 25 70 06 (gutes Restaurant!)
- Coti Chiavari: Pension Meublés, Mme Sylvie Peretti, 00 33 495 23 02 11, 00 33 609 22 72 07 (ohne Frühstück und Abendessen, Küche)
- Porto Pollo: Hotel "Le Kalliste", 00 33 495 74 02 38
- Porto Vecchio: "Hotel Holzer", 12 Rue Jean Jaures,00 33 495 70 05 93, 00 33 610 35 61 80
Dienstag, 2. September 2008
Der Weg: 'Mare a Mare Centre'
Die Wegstrecke von Abatesco bis Olmeto ist mit 108,6 Kilometern kürzer als die des 'Mare a Mare Nord'. Mit 5.500 Höhenmetern ist der Weg auch in bei den Auf- und Abstiegen fast harmlos. Wie beschrieben startet der Weg an der ersten Bushaltestelle südlich von Ghisonaccia. Sobald das Tal an der Küste durchschritten ist, beginnen am Fuß der Berge ausgedehnte Haine mit Korkeichen. Anders als am 'Mare a Mare Nord' sind Kastanien hier deutlich seltener.
Höchster Punkt des Weges ist am dritten Tag der Bocca di Laparo (1.530 m) zwischen Catastaghju und Cozzano, wo der 'Mare a Mare Centre' den legendären 'GR 20' kreuzt. Der Weg führt durch tiefe Wälder und malerische Dörfer. Erst bei Col S George kreuzt er eine größere Landstraße, die Verbindung zwischen Ajaccio und Bonifacio.
Nach Col S George geht der Weg in den 'Mare e Monti Sud' über und gibt immer wieder wunderbare Blicke auf das ferne Ajaccio und die zerklüftete Westküste mit ihren vielen Badebuchten und Inseln preis. In Porto Pollo, einem kleinen Hafen- und Badeort, können ein paar ruhige Strandtage eingelegt werden. Zum Bus nach Porto Vecchio ist es dann noch ein halber Tagesmarsch, denn der fährt am Mittag in Olmeto. Dort sollte man früh genug ankommen, um noch einen Rundgang durch das malerische Städtchen zu machen.
- Etappe 01: Ghisonaccia/Abatesco - Ornasu-Serra-di-Fiomorbo (7,7 Kilometer, 3,5 Stunden, 440 Höhenmeter, Max 440 Meter)
- Etappe 02: Ornasu-Serra-di-Fiomorbo - Catastaghju (11 Kilometer, 4 Stunden, 1.440 Höhenmeter, Max 995 Meter)
- Etappe 03: Catastaghju - Cozzano (13,2 Kilometer, 7 Stunden, 1.925 Höhenmeter, Max 1.530 Meter)
- Etappe 04: Cozzano - Guitera (12,8 Kilometer, 5,5 Stunden, 1.050 Höhenmeter, Max 975 Meter)
- Etappe 05: Guitera - Quasquara (8 Kilometer, 4 Stunden, 890 Höhenmeter, Max 1.045 Meter)
- Etappe 06: Quasquara - Col S George (10,2 Kilometer, 6 Stunden, 1.480 Höhenmeter, Max 1.145 Meter)
- Etappe 07: Col S George - Bisinao (8,4 Kilometer, 3 Stunden, 655 Höhenmeter, Max 935 Meter)
- Etappe 08: Bisinao - Coti Chiavari - (15,2 Kilometer, 6 Stunden, 935 Höhenmeter, 635 Meter)
- Etappe 09: Coti Chiavari - Porto Pollo (11 Kilometer, 3,5 Stunden, 1.050 Höhenmeter, Max 570 Meter)
- Etappe 09. Porto Pollo - Olmeto (11,1 Kilometer, 4 Stunden, 640 Höhenmeter, Max 415 Meter)
<<< das Ziel | die Unterkünfte >>>
Höchster Punkt des Weges ist am dritten Tag der Bocca di Laparo (1.530 m) zwischen Catastaghju und Cozzano, wo der 'Mare a Mare Centre' den legendären 'GR 20' kreuzt. Der Weg führt durch tiefe Wälder und malerische Dörfer. Erst bei Col S George kreuzt er eine größere Landstraße, die Verbindung zwischen Ajaccio und Bonifacio.
Nach Col S George geht der Weg in den 'Mare e Monti Sud' über und gibt immer wieder wunderbare Blicke auf das ferne Ajaccio und die zerklüftete Westküste mit ihren vielen Badebuchten und Inseln preis. In Porto Pollo, einem kleinen Hafen- und Badeort, können ein paar ruhige Strandtage eingelegt werden. Zum Bus nach Porto Vecchio ist es dann noch ein halber Tagesmarsch, denn der fährt am Mittag in Olmeto. Dort sollte man früh genug ankommen, um noch einen Rundgang durch das malerische Städtchen zu machen.
- Etappe 01: Ghisonaccia/Abatesco - Ornasu-Serra-di-Fiomorbo (7,7 Kilometer, 3,5 Stunden, 440 Höhenmeter, Max 440 Meter)
- Etappe 02: Ornasu-Serra-di-Fiomorbo - Catastaghju (11 Kilometer, 4 Stunden, 1.440 Höhenmeter, Max 995 Meter)
- Etappe 03: Catastaghju - Cozzano (13,2 Kilometer, 7 Stunden, 1.925 Höhenmeter, Max 1.530 Meter)
- Etappe 04: Cozzano - Guitera (12,8 Kilometer, 5,5 Stunden, 1.050 Höhenmeter, Max 975 Meter)
- Etappe 05: Guitera - Quasquara (8 Kilometer, 4 Stunden, 890 Höhenmeter, Max 1.045 Meter)
- Etappe 06: Quasquara - Col S George (10,2 Kilometer, 6 Stunden, 1.480 Höhenmeter, Max 1.145 Meter)
- Etappe 07: Col S George - Bisinao (8,4 Kilometer, 3 Stunden, 655 Höhenmeter, Max 935 Meter)
- Etappe 08: Bisinao - Coti Chiavari - (15,2 Kilometer, 6 Stunden, 935 Höhenmeter, 635 Meter)
- Etappe 09: Coti Chiavari - Porto Pollo (11 Kilometer, 3,5 Stunden, 1.050 Höhenmeter, Max 570 Meter)
- Etappe 09. Porto Pollo - Olmeto (11,1 Kilometer, 4 Stunden, 640 Höhenmeter, Max 415 Meter)
Montag, 1. September 2008
Das Ziel: Von Ghisonaccia nach Porto Pollo und Olmeto
Nach der tollen Wanderung auf dem 'Mare a Mare Nord' im vergangenen Jahr, will ich in diesem Jahr den 'Mare a Mare Centre' laufen. Er beginnt 46 Kilometer weiter südlich ebenfalls an der Ostküste der Insel in Ghisonaccia. Dieser Ort liegt leider nicht direkt am Meer und auch der Pfad beginnt nicht direkt dort. Wer aber nicht gleich am Anreisetag loslaufen möchte, kann hier übernachten und noch Einkäufe vornehmen. Am nächsten Tag gehts dann mit dem Buss eine Haltestelle weiter nach Süden, wo der 'Mare a Mare Centre' beginnt.
Ziel ist der kleine Hafen- und Badeort Porto Pollo an der Westküste Korsikas. Dort werde ich zwei Tage relaxen und dann noch einen Tag weiter auf dem 'Mare e Monti Sud' nach Olmeto gehen. Dort fährt ein Bus nach Porto Vecchio. Nach einer Übernachtung dort geht es mit dem Bus wieder zurück in den Norden, zum Flughafen nach Bastia. Die Anreise von Bastia aus entspricht im übrigen der der Tour im vergangenen Jahr, bloß dass man den Bus die besagten 46 Kilometer weiter südlich in Ghisonaccia verlässt.

der Weg >>>
Ziel ist der kleine Hafen- und Badeort Porto Pollo an der Westküste Korsikas. Dort werde ich zwei Tage relaxen und dann noch einen Tag weiter auf dem 'Mare e Monti Sud' nach Olmeto gehen. Dort fährt ein Bus nach Porto Vecchio. Nach einer Übernachtung dort geht es mit dem Bus wieder zurück in den Norden, zum Flughafen nach Bastia. Die Anreise von Bastia aus entspricht im übrigen der der Tour im vergangenen Jahr, bloß dass man den Bus die besagten 46 Kilometer weiter südlich in Ghisonaccia verlässt.

Dienstag, 2. Oktober 2007
Etappe 09: E Case / Revinda - Cargèse
Gut geschlafen und früh wachgeworden, denn die Gruppe bringt Leben in die Refuge. Während die in der Herberge frühstücken, die der Wirt eifrig winterfest macht, breite ich mich draußen am Tisch aus und genieße den Ausblick aufs Meer. Es herrscht Sasonschluss-Stimmung.
Die Gruppe ist früh weg und auch das Paar geht vor mir los. Der Wirt bittet mich, nachdem er alle Fenster verschlossen und die Türen verriegelt hat, das Tor zu schließen, wenn ich gehe. Da die Tagesetappe nicht so lang ist und außerdem die letzte, lasse ich mir richtig Zeit. Ich genieße die plötzliche Ruhe in der Sonne, werfe noch viele Blicke in die Karte, bevor ich mich selbst auf den Weg mache.
Der führt zunächst auf der selben Höhe weiter, bis er Richtung Küste in ein Tal hinab führt. Dort trifft der Pfad auf eine Straße, der man eine Kilometer bis nach Lozzi folgt. Dort geht der Weg wieder steil auf einen Berg hinauf. Oben gibt es einen tollen Blick über das Meer und später hinunter nach Cargèse und den 'Golfe de Peru' mit seinem weißen Sandstrand und türkisfarbenen Wasser.
Nachdem ich den Fuß des Hügels erreicht habe, finde kurz hinter dem Ortseingang einen schönes Zimmer in einem Motel. Zum Strand sind es von hier aus zwar fast 1,5 Kilometer zu Fuß, dafür ist es Abends nicht weit ins Restaurant. Abends kann an einem Platz der Sonnenuntergang über dem 'Golfe de Peru' genossen werden.
Der Ort ist malerisch mit einem kleinen Hafen, verwinkelten Gassen und Treppenstäßchen. Griechen hatten sich vor einigen Jahrzehnten hier angesiedelt. Auf einem Hügel oberhalb des Hafens steht deshalb die griechisch-orthodoxe Kirche gegenüber der römisch-katholischen, die Attraktion des sehr ruhigen Ferienortes. Weiteres Highlight ist die Punta d'Omigna und ihrem genuesischen Turm.
Ich bleibe hier ein paar Tage, bevor ich weiter nach Ajaccio fahre, der Geburtsstadt Napoleons und von dort zurück mit der Bahn über das Gebirge via Corte nach Bastia.
Länge: 13 Kilometer, 4 Stunden, 1.150 Höhenmeter, Max 645 Meter
<<< zu Etappe 08
Die Gruppe ist früh weg und auch das Paar geht vor mir los. Der Wirt bittet mich, nachdem er alle Fenster verschlossen und die Türen verriegelt hat, das Tor zu schließen, wenn ich gehe. Da die Tagesetappe nicht so lang ist und außerdem die letzte, lasse ich mir richtig Zeit. Ich genieße die plötzliche Ruhe in der Sonne, werfe noch viele Blicke in die Karte, bevor ich mich selbst auf den Weg mache.
Ich bleibe hier ein paar Tage, bevor ich weiter nach Ajaccio fahre, der Geburtsstadt Napoleons und von dort zurück mit der Bahn über das Gebirge via Corte nach Bastia.
Länge: 13 Kilometer, 4 Stunden, 1.150 Höhenmeter, Max 645 Meter
Sonntag, 30. September 2007
Etappe 08: Evisa - E Case / Revinda
Was für Betten in der Herberge, schaurig. Ich wache früh auf, frühstücke ausgiebig und gut und starte dann recht früh, denn der Weg ist lang, gut acht Stunden Gehzeit. Nach Marignana, der nächste Ort am Weg, ist es nicht weit. Dort begegnet mir an diesem Sonntagmorgen das ganze Dorf auf dem Weg zu Kirche. Marignana ist um kurz nach 10 Uhr so gut wie ausgestorben.
Hinter dem Ort geht es leicht nach oben. An einer alten Kastanie trifft die Süd-Variante des Mare a Mare Nord wieder auf die Nord-Variante. Es geht weiter bergauf bis zur 'Bocca a u Mamucciu'. Dort nimmt einem die Weite der Landschaft den Atem. Der Blick schweift bis zum Mittelmeer, das aber noch zwei Tagesmärsche entfernt liegt. Im Landesinnere liegen die noch immer scheebedeckten Berge.
Einige Kilometer geht es jetzt fast auf einer Höhenlinie bis zur 'Culetta a u Prunu' (969 Meter), wo der schöne Panoramaweg endet. Es geht in engen Serpentinen bergab bis zu einem Bach und von dort wieder leicht nach oben. Der Blick reicht jetzt nur noch bis zum Berg gegenüber und auf die andere Talseite. Er zieht sich scheinbar endlos am Talhang entlang, steigt dann und wann über eine Kuppe auf und jäh wieder ab.
Später wird der Weg immer waldiger. Ich überhole dort ein Paar und eine Wandergruppe, die den Tag in Marignana begonnen hatten. Sie wundern sich über meine Geschwindigkeit, aber ich habe keine Lust mehr auf Wald und vermute, dass ich mich jetzt wegen meines Schlafplatzes in der Refuge E Case sputen muss.
Die erreiche ich kurz nachdem der Weg an der Kreuzung nach Revinda nach Süd-Osten abknickt. Ältere Karten sowie die von "Editions Didier Richard" (1:70.000) zeigen die Refuge noch in Revinda. Tatsächlich liegt sie auf einer kleinen Ebenen an einem Hang östlich des Ortes.
Ich habe großes Glück, denn eigentlich wollte der Wirt der Refuge schon zugemacht haben, da wegen der Wärme das Wasser ausgegangen war. Er hat nun doch noch eine Nacht aufgemacht, denn eine Gruppe und ein Paar hatten sich angekündigt, die, die ich vorhin überholt hatte. Mich hatte er nicht mehr im Plan und wolllte mich zunächst weiterschicken, was ich ihm aber glücklicherweise ausreden konnte.
Das wird ein schöner Abend, mit einem wunderbaren Sonnenuntergang, für den die Refuge "berühmt" ist. Ich muss mich selbst versorgen, denn das Essen ist für die, die reserviert haben. Aber das macht mir nichts, den korsisches Kastanienbier ist auch für mich noch da.
Länge: 21 Kilometer, 8 Stunden, 1.955 Höhenmeter, Max 1.010 Meter
<<< Abstecher in die Spelunca-Schlucht | zu Etappe 09 >>>
Einige Kilometer geht es jetzt fast auf einer Höhenlinie bis zur 'Culetta a u Prunu' (969 Meter), wo der schöne Panoramaweg endet. Es geht in engen Serpentinen bergab bis zu einem Bach und von dort wieder leicht nach oben. Der Blick reicht jetzt nur noch bis zum Berg gegenüber und auf die andere Talseite. Er zieht sich scheinbar endlos am Talhang entlang, steigt dann und wann über eine Kuppe auf und jäh wieder ab.
Später wird der Weg immer waldiger. Ich überhole dort ein Paar und eine Wandergruppe, die den Tag in Marignana begonnen hatten. Sie wundern sich über meine Geschwindigkeit, aber ich habe keine Lust mehr auf Wald und vermute, dass ich mich jetzt wegen meines Schlafplatzes in der Refuge E Case sputen muss.
Die erreiche ich kurz nachdem der Weg an der Kreuzung nach Revinda nach Süd-Osten abknickt. Ältere Karten sowie die von "Editions Didier Richard" (1:70.000) zeigen die Refuge noch in Revinda. Tatsächlich liegt sie auf einer kleinen Ebenen an einem Hang östlich des Ortes.
Ich habe großes Glück, denn eigentlich wollte der Wirt der Refuge schon zugemacht haben, da wegen der Wärme das Wasser ausgegangen war. Er hat nun doch noch eine Nacht aufgemacht, denn eine Gruppe und ein Paar hatten sich angekündigt, die, die ich vorhin überholt hatte. Mich hatte er nicht mehr im Plan und wolllte mich zunächst weiterschicken, was ich ihm aber glücklicherweise ausreden konnte.
Länge: 21 Kilometer, 8 Stunden, 1.955 Höhenmeter, Max 1.010 Meter
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